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                                  „Mittsommerkampf“ von Mann und Frau und Diener und Herrin                                               

Fräulein Julie von August Strindberg


Nach der sensationellen Lesung mit überaus überzeugenden Darstellern hat sich die Bocholter Bühne kurzentschlossen entschieden:

Es folgt, wie dem anwesenden Publikum versprochen wurde, im Juni die Inszenierung für die Bühne. Natürlich auch zur Mittsommernacht, dem höchsten Fest der Schweden nach Weihnachten, an dem sich „alle Wünsche erfüllen...“

    Fräulein Julie ist eines der wenigen naturalistischen Dramen, das in „Echtzeit“ spielt. Das Fräulein ist aufgeräumt von Tanz und Feiern, der Diener berauscht von ihrer Anmut und seinem Verlangen

Ein „Geschlächterspiel“, in dem Stand und innere Haltung der Protagonisten sich ständig vermischen mit den Erwartungen der Öffentlichkeit. 

Kurz: Eine Frau und ein Mann. Es ist schwül, es ist heiß, Alkohol ist im Spiel. Die Gespielin ausgeschaltet. 

    Es kommt wie es kommen muss: zum SEX 

und

    dem Kater danach, der umso verzwickter ist, da jede Menge Angst, Rollenprobleme, Dominanz und Devotismus über dem Fräulein und ihrem Diener schweben. 

    Also der völlig natürliche Wahnsinn, den jeder Liebende schon einmal irgendwie irgendwo irgendwann erlebt hat. Nur hat ausnahmsweise hier die Frau die Hosen an und um diese wird gestritten und gefochten, was das Zeug hält.

    Julie, erzogen nach den Idealen der Mutter, die ein Leben ohne Mann führen wollte, lernte "alles das, was auch ein Mann können muss“: u.a. Reiten, Fechten, Schießen und hart arbeiten.

Der Diener Jean ist durchtrieben ehrlich und wechselt raffiniert ständig die Ebenen von Distanz, Nähe, Utopie und vermeintlicher Vertraulichkeit.


Zeitlos intensiv präsentieren sich hier wie wahnsinnig:

Greta Teschlade als Fräulein Julie 

Ralf Ruhle als Jean der Diener 

Petra Ebbert als Christine. 

Allesamt in fiebriger Stimmung an diesem letzten Juniwochenende, inszeniert von Ralf Melzow und seinem Assistenten David Belau