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  1. Bilder gibt es hier





























HEINER MÜLLER  „DIE HAMLETMASCHINE“

Die SchauspielerInnen stehen nach der Vorstellung für Gespräche zur Verfügung
Verlagsrechte henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin GmbH


Wenn junge Menschen zwischen 14 und 19 Jahren sich aufmachen ein Stück zu spielen, das das Ende der Menschheit bevorzugt („Eine Welt ohne Mütter... wir könnten einander in Ruhe abschlachten!“), als die unkontrollierten Bewegungen und Beweggründe der Menschen weiter bewegungslos mit anzusehen, dann ist dies nicht nur bemerkenswert, sondern hochaktuell.

W. Ette schrieb in seinem gerade erschienen Buch „Kritik der Tragödie“, dass mit diesem Werk von H.Müller die Kritik an der Tragödie zu Ende geht: "Er katapultiert sich mit der HAMLETMASCHINE aus der Menschheitsgeschichte hinaus, nachdem er den Glauben an die Veränderbarkeit der Verhältnisse verloren hatte!" (Zeit20/10/2011!!!)
Wenn - Dann - ja dann, kann es sich hier nur um engagierte Menschen handeln, die ihr Bewusstsein, geschärft von Klimakatastrophe, Fukushima, Fracking, Erdbeben, Tsunamis, Börsencrashs, Staatenfall, Sündenfall, weiter entwickeln wollen. Sich der Verantwortung „Mensch zu sein“ stellen.

Ein weiterer Schritt der Youngsters der Bocholter Bühne ist dieses Stück.
Steht Hamlet an Dänemarks Küste und blickt 'gen Norden, hat er Europa im Rücken. Einst von Zeus verführt ist dieses Europa keine Schönheit mehr?!: Pleitestaaten, Ränkespiele, Jasager vor der Macht des Geldes, während weiter im Süden sich Staaten neu organisieren, ihre eigenen Völker töten für den Preis der Macht!
Und so stehen unsere jungen Hamlets, die frustrierten Ophelias in Bocholt fast an der Küste, "im Rücken die Ruinen Europas, und reden mit der Brandung blablabla.
Heiner Müllers(1929-1995)  Hamletmaschine ist vermutlich die kürzeste und inhaltsreichste (Nicht-) Tragödie der Weltgeschichte. Knapp 9 Seiten umfasst das Werk. Geschrieben wurde es 1977, nachdem Müller Hamlet übersetzte. Dennoch hat es nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Nicht lang, dafür aber ungeheur intensiv. Kaum zu lösende Bühnenbilder Schauspieler Rollenverweigerer  Amazonen Irre Musik Hohn Spott Frust Wut Trauer und ein tiefes Belachen des alltäglichen Wahnsinns: all das und noch viel mehr darf der Zuschauer erwarten, wenn er sich hebt: der Vorhang für die Hamletmaschine der BOBBIES. Und sie dürfen raten, wer dort gerade spricht: Sind es die Schauspieler oder die Figuren?



















Es spielen:
Svenja Horstmann, Corinna Schrader, Gina Gerresheim, Larissa Top (versteckt!),  Pia Rodriguez, Giuliana Sämisch, Kilian Schmeink, Debby Labusch,  Christian Schmeink, Marie Kaiser, David Küper, Sophia Küper, Lennart Ehling und Sarah Abromeit (beide nicht im Bild!)
Regie: Ralf Melzow
Regieassistenz: Eileen Hintenberger
Bühne: Bobbies, Melzow
Musik: Bobbies, Melzow

Dank an: Ulli und Marianne Winter-Blohm, Peter Wacker, Jan und Birgit Molde ♡



Die Kritik von Michael Stukowski mit freundlicher Erlaubnis des BBV: